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Der Gitarristen-Tipp des Tages: Die E-Gitarre ist ein Begleitinstrument!

Ja, auch ich weiss, wie toll es ist ein Solo zu schmettern – natürlich! 🙂

Aber leider vergessen wir Gitarristen sehr häufig, dass dies eigentlich das Pünktchen auf dem „i“ ist. Unser Job ist es (eigentlich) den Gesamtsound zu bereichern und nicht die Band mit überlauten Solos zu unterdrücken. (Ja, meinVolumeKnob geht auch bis 11 *ggg*).

Wir sollen Grooven uund grooven… und wer an der Musik im allg. interessiert ist, wird sich nicht auf einen Stil beschränken wollen – und dann gibt’s mehr als reichlich zu tun. Und jetzt mal Hand aufs Herz:

Wieviel unserer Übungszeit investieren wir ins Solospiel und wieviel in unser Timing, Groove? Meist wird Solo geübt, als wenn das fast die einzige Bestimmung wäre… oder einige Gitarrristen meinen in fast allen Stücken ein Solo spielen zu müssen.

Macht mal folgende Übung: Stellt Euer Metronom auf 100 (nicht schneller, langsamer möglich), dann spielt z.B. auf der g- Saite im 7 Bund die Note „d“ (mit dem 3en Finger) in Sechzenteln… nimm das auf.

Bist Du wirklich genau? Spielst Du nur eigenständige Noten oder gelingt es Dir, die immer gleichen Noten in einem musikalischen, übergeordneten Bogen zu spielen?

Falls Du zu einem Gitarrenlehrer gehst, dann spiel ihm mal das vor? Findet er es gut?

Essenz: Bevor jemand solomässig komplexe Linien und viele Noten spielt, sollte er zumindest eine Note in guter Qualität spielen können! Tönt doch logisch, nicht?

-> Zurück zur Einfachheit!

Die meisten Gitarristen erleben bei einer solch‘ „einfachen“ Übung ein herbes Erwachen.

Diese Übung ist als Rhythmus und Soloübung anzuschauen.

Erstpublikation: 2006.09.08