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Bevor der eigentliche Artikel beginnt ein Gedanke vorab: Es gibt kaum eine Tätigkeit, welche das Gehirn in so vielerlei Hinsicht trainiert, wie ein Instrument zu erlernen – alleine dieser Grund ist für einige 40+ bis 60+ ein (manchmal DER) wichtige Grund, ein Instrument zu erlernen.

In meiner Unterrichtspraxis mache ich immer wieder die Erfahrung, dass das Alter sekundär ist. Natürlich gibt es Vor- und Nachteile.

Wenn sich jemand mit 40 oder 50 Jahren entschliesst das Gitarrenspiel zu erlernen, wird sich diese Person kaum zum Ziel setzen eine Highspeedtechnik aufzubauen und schneller als alle 25-jährigen spielen zu wollen.

Viel mehr findet eine Person mit einer gewissen Lebenserfahrung andere Herausforderungen als einen 100m Sprint in 11 Sekunden zu absolvieren – und genau um diesen Punkt zu verwirklichen ist die Musik geeignet.

Die Praxis zeigt, dass Menschen ab einem gewissen Alter viel genauer wissen, was sie wollen und auch bereit (und gewohnt) sind dafür einen entsprechenden Aufwand zu treiben – bei jüngeren Menschen ist es hingegen oft so, dass sie noch vieles probieren, oft wieder verwerfen und somit einfach nicht sehr zielgerichtet agieren. Oft werden vermittelte Lerntechniken (z.B. aus Ungeduld) nicht umgesetzt und ein ineffizienteres Vorankommen ist vorprogrammiert.

Essenz: Es kommt vor allem auf die eigene Motivation, den Willen an etwas zu erreichen. Das Alter alleine ist kein Kriterium nicht mit dem Gitarrenspiel zu beginnen.

Einfach versuchen, denn man lebt nur einmal – und zwar genau jetzt! 🙂

Erstpublikation: 2006.12.20